Band 1 – Inhaltsangabe

Posted on Mai 31, 2011

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„An der Quelle der Welten
kann Magie erlernt werden,
um zu bewahren
oder zu vernichten…“

Weltenei (Band 1) – Die Magie von Weltenei

Im Folgenden findet Ihr eine Zusammenfassung der einzelnen Kapitel des ersten Weltenei-Bandes. Das erste Kapitel könnt Ihr kostenlos als Leseprobe herunterladen:

1. Kapitel: Die Insel der Magier

Eine Gruppe neuer Schüler erreicht am frühen Nachmittag die Inselburg Weltenei, die Schule der Magier, wo sie bereits von einem riesigen roten Drachen und einem jungen Magier, Magister Elgin, erwartet werden. Unter den ankommenden Schülern befinden sich auch Teese und ihre neue Freundin, die Chinesin Liina. Auf Weltenei angekommen, erhalten die Kinder ihr Gepäck bis auf einige auf der Insel nicht zugelassene Dinge, welche in Truhen im Pförtnerhaus gelagert bleiben. Die neuen Schüler werden in kleine Gruppen aufgeteilt und ziehen bei einem Magister in eines der vielen kleinen Wohnhäuser im bretonischen Flair ein.
Teese und Liina kommen zusammen mit dem jungen Afrikaner Fenn, dem schmächtigen Seth und dem schweigsamen Rinnir zu Magister Nabi, einer wunderschönen, dunkelhäutigen und leicht zerstreut wirkende Frau, welche im Garten hinter dem Haus und im dazugehörigen Stall verschiedene seltsame, magische Tiere hält. Die Schüler bleiben allerdings nur kurz im Haus, um dann in der Halle des Lichts auf der Spitze des Inselberges von Dekan Ezzo ihre weißen Kandidatenschärpen überreicht zu bekommen. Magister Elgin führt die Schüler danach auf der Insel herum und zeigt ihnen die misteriöse Quelle der Welten, welche sich hinter einer verschlossenen Tür im Boden des Magieturms befindet.
Teese freundet sich an diesem ersten Tag nicht nur mit Liina an, sondern auch mit Seth, Fenn und Rinnir. Außerdem lernt sie den älteren Icus kennen, einen fröhlichen, rothaarigen Jungen, sowie den Sohn des Dekans, Timar, welcher es zuerst auf Seth und dann auf Teese abgesehen zu haben scheint. Es ist allerdings offenkundig, dass er ebenso wie Icus Teese gleichzeitig als etwas Besonderes ansieht, auch wenn das Mädchen nicht weiß, warum.
Doch gibt Weltenei noch weitere Rätsel auf, denn Teese kann sich nicht wirklich an ihre Familie erinnern und an ihr Leben bevor sie hierher gekommen ist. Allerdings ist sie sicher, dass sie weder von Magie eine Ahnung hat, noch solch seltsamen Tiere wie in Magister Nabis Haus oder die Drachen, welche es auf Weltenei in großer Zahl zu geben scheint, vorher schon einmal gesehen hat.

2. Kapitel: Die Prüfung der Kandidaten

Als Teese am nächsten Morgen aufsteht, ruft Rinnir das Mädchen in sein Zimmer und zeigt Ihr etwas, das er heimlich und verbotener Weise aus seiner Truhe im Pförtnerhaus mitgenommen hat: ein Foto von ihm und seinen Eltern, an welche er genauso wenig Erinnerungen hat wie Teese an ihre. Die beiden entscheiden, dass sie herausfinden werden, was mit ihren Erinnerungen geschehen ist und gehen dann mit den anderen zu den anstehenden Einstufungsprüfungen.
Als erstes werden die Schreibfertigkeiten der Schüler getestet, wobei sich zeigt, dass Seth überhaupt nicht lesen und schreiben kann und Liina eine Schriftmagierin ist. Die Kinder erfahren, dass Magier über ein jedem eigenes Talent verfügen und es stellt sich heraus, dass Seth wohl ein Tiermagier ist, welcher Tiere fühlen und gedanklich mit ihnen kommunizieren kann.
Nach der Mittagspause folgen die praktischen Prüfungen, beginnend mit dem Reiten der fliegenden Pferde, welche es auf Weltenei in großer Zahl gibt. Timar und sein Freund Faraas machen sich dabei über Fenn lustig, woraufhin Seth dessen fliegendes Pferde im Sturzflug auf die beiden Jungen zuhalten lässt, die sich erschrocken zu Boden werfen müssen und danach entsprechend aufgebracht sind. Es mag daher nicht verwundern, dass Timar unschöne Gerüchte über Seth in Umlauf bringt, wie Teese später bei der Schwimmprüfung von Yophus, einem kleinen Arabermädchen, erfährt.
Außerdem gibt es an diesem Tag noch die Prüfung in Waffenführung bei Magister Pim. Teese und die anderen bemerken dabei einen großen Greifen, welcher in der Trainingshalle die Übungen verfolgt und Seth erklärt, dass dieser zu den Tieren auf Weltenei gehört, welche er nicht spüren kann.
Der Tag klingt beim Abendessen aus, bei welchem Magister Nabi den Kindern ihre Stundenplän und die Aurakugeln übergibt. Diese müssen jeden Abend mit der Magie befüllt werden, welche die Kandidaten den Tag über genutzt haben. Icus und sein Freund Amin zeigen Teese und den anderen, wie dies funktioniert. Außerdem erfährt Teese, dass Amin kein Talent besitzt und es eine ganze Reihe solcher talentlosen Magier gibt, auf welche einige Magier allerdings herabzuschauen scheinen. Zudem verplappert sich Amin um ein Haar, was es mit Teeses Besonderheit auf sich hat.

3. Kapitel: Familienbande

Magister Nabi schickt Teese mit einem kleinen Jungen namens Schirniel zu dessen Haus, um dort einen Basilisken abzuholen. Das Haus entpuppt sich als Dekanat und Schirniel als kleiner Bruder Timars. Die Schwester der beiden, Marisan, ein Mädchen etwas älter als Teese, zeigt der jungen Kandidaten, wo sich der Basilisk aufhält, so dass Teese ihn einfangen kann. Sie erfährt, dass Schirniel und Marisan beide keine Magier sind und ein Basilisk für sie lebensgefährlich. Timar selbst wurde ebenfalls als Nichtmagier geboren und zeigte unerwartet für das Kind eines Magiers später ein magisches Talent.
Teese begegnet dem Jungen, bevor sie das Dekanat verlässt und er fordert misstrauisch, den angeblich gefangenen Basilisken gezeigt zu bekommen, da er Teese zutraut seinen Geschwister mit Absicht zu schaden, indem sie das Tier dort lässt, wo es war. Dekan Ezzo, der dazu kommt, entkräftigt Timars Anschuldigungen, indem er sich den Basilisken selbst ansieht. Er sagt Teese zudem seine Unterstützung zu, sollte es irgendwelche Probleme mit anderen Schülern geben.
Nach diesem Vorfall begibt sich Teese mit Rinnir zum Unterricht in Waffenführung. Dort bekommen sie vor Beginn der Stunde einen Übungsschwertkampf von Magister Pim mit einem anderen Mann, Ro, zu Gesicht. Ro scheint dem Magister dabei überlegen zu sein, bis Pim seine Waffe mit Magie auflädt. Ro gibt Teese gleich mehrere Rätsel auf, scheint er doch Magie überhaupt nicht zu nutzen und trägt er doch noch immer die Schärpe eines Kandidaten, auch wenn er eindeutig ein Mann mittleren Alters ist.
Die eigentliche Übungsstunde läuft nicht wirklich zu Teeses Zufriedenheit ab. Doch kaum zu Hause angekommen, gibt es neue Probleme. Seth, der nach einem Streit mit Magister Nabi Stubenarrest hatte, ist verschwunden. Die übrigen vier Schüler machen sich besorgt auf die Suche. Fenn und Teese entdecken Seths leblosen Körper schließlich im Schwimmbecken am Rand von Weltenei. In dem Becken herrscht wohl durch Magie ein wilder Wellengang und Teese kann Timar an der oberen Mauer sehen. Gleich darauf ist der Junge aber verschwunden und die Wellen fallen in sich zusammen.
Teese und Fenn ziehen Seth aus dem Becken, wobei Fenn unbewusst Heilmagie anwendet. Magister Nabi stößt dazu und trägt den wiederbelebten Seth sofort ins Hospital. Rehan, der Pförtner, bringt Teese, welche sich bei der Aktion am Fuß verletzt hat, ebenfalls dorthin – sowie Fenn, der wohl ein heilmagisches Talent besitzt. Im Hospital können die beiden Kinder ein Gespräch der Heilerin, Magister Mintal, mit Rehan und dem ebenfalls anwesenden Magister Pim belauschen. Anscheinend ist Seth in einem schlechten sozialen Umfeld aufgewachsen und war von Drogen abhängig, deren Entzug bei ihm auf Weltenei zu starken Stimmungsschwankungen geführt hat.
Außerdem erfahren Fenn und Teese, dass es einen Unterdrückungszauber gibt, welchem die neuen Kandidaten ausgesetzt worden sind und welchen Rehan zu mindest beeinflussen kann. Außerdem ist der Pförtner in der Lage, Gefühle aus Erinnerungen zu entfernen. Teese berichtet dies beim Abendessen Rinnir und Liina und beschließt zu Dekan Ezzo zu gehen, um ihn davon zu unterrichten, dass Timar wohl versucht hat Seth in dem Schwimmbecken umzubringen.

4. Kapitel: Unerwartete Begegnungen

Nach dem täglichen Unterricht begibt sich Teese am nächsten Tag zu Dekan Ezzo. Dieser nimmt ihre Anschuldigungen Timar gegenüber erstaunlich ruhig zur Kenntnis und erklärt ihr, dass es im Grunde nicht möglich ist, dass Timar die Wellen im Becken selbst gezaubert hat, da jeder Magier nur sein besonderes Talent so nutzen kann, dass man es ihm nicht anmerkt und Timars Talent ist die Prophetie. Er verspricht Teese allerdings, den Schuldigen mit allen Mitteln zu suchen und gibt zu, dass Timar wohl wenigstens zugesehen hat und dass er dafür Sorge getragen hat, dass er sich von Teese und den anderen in Zukunft fernhält.
Im Dekanat bekommt Teese außerdem ein Wandgemälde zu Gesicht, welches einen der ehemaligen Dekane zeigt, dessen Anlitz von dem Bild getilgt wurde. Ezzo erklärt Teese, dass dieser Mann aus dem Gedächtnis von Weltenei gelöscht wurde und sie später im Unterricht mehr über ihn erfahren wird. Außerdem erlaubt er Teese, seine Tochter Marisan auf das Festland in den Ort Thorhafen auf einen Jahrmarkt zu begleiten.
Dort treffen die beiden Mädchen auf Nysrael, den Sohn des hiesigen Grafen Darion, der sich davongestohlen hat, um den Jahrmarkt anzuschauen. Zu dritt besichtigen sie das Kuriositäten-Kabinett, das Absonderlichkeiten wie Nixen, Formori (eine Art Riesen mit Tierköpfen), Zwerge und einen Drachen zur Schau stellt. Als Teese den noch sehr kleinen Drachen ansieht, hat sie unvermittelt eine Erinnerung an eine sturmumpeitschte Insel, die wohl eine Erinnerung des Drachen sein muss.
Nachdem Teese, Marisan und Nysrael das Kabinett verlassen haben, laufen sie einer Reihe rotgekleideter Soldaten in die Arme, welche Nysrael gesucht haben. Teese und Marisan können zwar unauffällig in der Menge verschwinden, doch Nysraels Vater, der Graf Darion, welcher bei den Soldaten ist, scheint zu wissen, dass sie seinen Sohn bei dessen verbotenen Ausflug begleitet haben. Unerwartet schaltet sich Ro ein, der ebenfalls in Thorhafen ist, und verhindert durch eine einfache Geste, dass der Graf sich weiter um die beiden Mädchen kümmert. Vater und Sohn verlassen den Ort und Ro schickt Marisan und Teese nach Hause.
Dort bleibt Teese allerdings nicht lange, denn Magister Nabi kann ihr die Begegnung mit dem Drachen ansehen und nimmt Teese auf einem der fliegenden Pferde wieder zurück nach Thorhafen mit, wo sie den kleinen Drachen aus dem Kuriositäten-Kabinett holen. Teese erfährt, dass Magier Drachen nie direkt ansehen sollten und dass er sie für seine Mutter hält. Teeses erstes Wort, das sie in der Gegenwart des Kleinen gesprochen hat, hält er – der allerdings eine sie ist – für seinen Namen: Nanu. Die Magister und Teese nehmen den Drachen Nanu mit nach Weltenei, wo Teese sich in Zukunft um ihn kümmern wird.

5. Kapitel: Talente und Erinnerungen

Nach seiner Rückkehr aus dem Hospital zeigt der inzwischen vollständig genesene Seth Teese eine Liste mit allen Tieren auf Weltenei, welche er nicht wie alle übrigen Tiere fühlen kann. Liina, welche dazustößt, erkennt, dass diese Tiere wohl zu verschiedenen Magistern gehören, auch wenn sie die Tiere nicht alle zuordnen können.
Magister Nabi, welche in das Gespräch der Kinder platzt, entscheidet, dass sie alle zusammen die Schwitzhütte aufsuchen sollten, da das trübe Regenwetter der letzten Tage dazu praktisch einlädt. In der Schwitzhütte treffen Teese und ihre Freunde auf Amin und Eje, die Freundin von Icus. Die beiden zeigen Teese und Liina, wie man sich in der Schwitzhütte verhält. Dort halten sich allerdings auch Timar und Faraas auf. Letzterer macht sich über Liina lustig, woraufhin Amin sie in Schutz nimmt und die Gruppe Timar, Faraas und die bei ihnen sitzende Yophus in der Schwitzhütte alleine lassen.
Teese erfährt von Amin, dass Timar von Dekan Ezzo einen magischen Ohrring gestochen bekommen hat, mit welchem es ihm möglich ist, alles in seiner Umgebung zu sehen und auch zu hören – etwas, das Faraas wohl offenkundig entgangen ist.
Das Auftauchen des Dekans mit Ro unterbricht die an den Schwitzhüttenbesuch anschließende Abkühlung der Kinder an einem der Wasserbecken. Anscheinend gab es in der Schwitzhütte einen Unfall und Timar, Faraas sowie Yophus haben einen Hitzekoller erlitten. Rinnir nutzt die herrschende Aufruhr, um dem Pförtner Rehan einen Schlüsselbund zu entwenden.
Teese und Liina, welche sich denken können, dass Rinnir noch einmal in die Truhe mit den verbotenen Dingen sehen will, ziehen ich eilig an und folgen dem Jungen den Inselberg hinunter zum Pförtnerhaus. Dort hat Rinnir bereits seine Truhe geöffnet und offenbart den Mädchen, dass er sich an sein altes Leben erinnern kann, dass er allerdings keinen Unterdrückungszauber erlebt hat, was ihm Rätsel aufgibt.
Auf Rinnirs Betreiben, sieht auch Teese in ihre Truhe und erhält sofort sämtliche Erinnerungen an ihre Familie zurück. Wenig später platzt Rehan herein und muss entsetzt erkennen, was geschehen ist. Dadurch, dass Rinnir und Teese ihre Erinnerungen zurückerlangt haben, werden sie nie in der Lage sein, ihr magsiches Talent zu entdecken. Noch geschockt von dieser Offenbarung wird Teese ein weiteres Geheimnis offenbart. Sie ist von der Quelle der Welten zur nächsten Dekanin bestimmt worden, die – wie nun klar wird – erste talentlose Dekanin in der Geschichte Welteneis.

6. Kapitel: Magie und die andere Seite

Nach den Geschehnissen des letzten Tages muss Teese an diesem gleich doppelten Unterricht bewältigen. Zum einen besucht sie ihre ‚Allgemeine Einführung in die Magie‘ bei Magister Elgin, zum anderen hat sie ihren ersten Unterricht bei Selm, welche die Alleskönner-Magier unterrichtet.
Bei Elgin lernt Teese mehr über die Natur der Drachen, vor allem, dass Drachen für normale Magier aber auch normale Menschen gefährlich sind und auf sie Jagd gemacht wird. Drachen sind starkmagische Wesen und können bei ihrem Tod durch die Freisetzung von Magie großen Schaden anrichten. Einen Drachen anzufassen bedeutet für einen Magier mit seiner starken Magie praktisch überflutet zu werden. Magie folgt stets dem Gefälle von Orten mit viel Magie zu Orten mit weniger. Es besteht die Gefahr, dass bei einem solchen Vorgang beide beteiligten Parteien verbunden werden.
In einem persönlichen Gespräch nach dem Unterricht erfährt Teese, dass genau dies mit Elgin und ihr passiert ist, als jener sie unbeabsichtigt in der alten Welt im Büro von Weltenei berührt hat. Seitdem sind sie beide verbunden, was sich in der Möglichkeit äußert, dass einer im Traum wahrnehmen kann, was der andere gerade erlebt. Elgin versichert Teese allerdings, dass man diese ungewollte Fähigkeit unterdrücken kann. Er bereits und sie sobald sie gelernt hat, ihre Magie zu kontrollieren.
Auch bei Selm erfährt Teese wenig später mehr über die Natur der Magie. Die Lehrerin der Alleskönner-Magier erklärt ihr, dass man sein Talent frei nutzen kann, Magie ohne Talent allerdings aus dem einem Magiespeicher genommen werden muss. Dieser Vorgang erschöpft den Magier. Bei reger Nutzung lässt sich der Magiespeicher allerdings vergrößern, so dass auch ein Alleskönner-Magier über durchaus beachtliche Fähigkeiten verfügen kann.
Teese befüllt bei Selm zum ersten Mal ihre Aurakugel mit Magie und erfährt, wie sich ihre Magie anfühlt, als sie einen Knallzauber versucht. Mit dem Mädchen Gry, welches ebenfalls bei Selm lernt, sowie Liina geht Teese anschließend zu Schokolade und Kuchen in ‚Lorphitals‘ Gasthaus. Dorthin folgt ihnen allerdings eine Elster, was Teese misstrauisch zur Kenntnis nimmt, da sie sich verfolgt fühlt.
Das Gasthaus entpuppt sich schnell als Ort einer Zweiklassen-Gesellschaft, bei welcher die Magier getrennt von den Nicht-Magiern bleiben. Das Eintreffen von Seth beendet Teeses Besuch im Gasthaus. Sie soll ihm helfen, die gesammelten Basilisken ans Festland zu bringen. Dabei stellt Teese fest, dass sie in die alte Welt übersetzen, in welcher sich die Basilisken in Hühner und Schlangen verwandeln. Die Hühner werden bei Beatrice untergebracht, deren Magier-Name Swenna lautet. Sie ist Besitzerin des Drachens ‚Auduvieh‘, der hier in der alten Welt die Gestalt eines Hundes annimmt.
Teese erfährt, dass Magier in der alten Welt im Beisein von Nicht-Magiern nicht von Weltenei sprechen können und nicht einmal ihren Magiernamen nennen können. Sie erfährt dabei, dass Seths Name Stanislav ist und er – ähnlich wie es Timar erzählt hatte – auf der Straße groß geworden ist, nachdem er nach dem Tod seines Vaters und der Verwahrlosung seiner Mutter von zu Hause davongelaufen ist.

7. Kapitel: Erinnerungsschiffe

Es ist ein verregneter Herbstabend, als Teese ihre erste zusätzliche Stunde bei Dekan Ezzo erhält und mit diesem eine Kapelle aufsucht, in welcher ein Kronleuchter mit so genannten Erinnerungsschiffen hängt. Dabei handelt es sich um in kleinen Metallschiffchen aufbewahrte Aura-Kugeln, welche golden leuchten und Erinnerungen vergangener Dekane enthalten. Teese zieht unter Anleitung des Dekans aus einem Erinnerungsschiff eine Erinnerung und durchlebt die Teilung der Welt aus Sicht und in der Erinnerung Dekan Zenis, des ersten Dekans von Weltenei.
Dabei erfährt Teese, dass Magie als göttliche Macht eng mit dem Schicksal der Menschheit verbunden ist und sie ohne Magie dem Untergang geweiht ist. Die Menschen der Vergangenheit haben dessen unwissend Magie allerdings als diabolische Macht verteufelt und sowohl magische Wesen als auch Magier zu töten begonnen. Um die lebensnotwendige Magie zu erhalten, hat Dekan Zeni mit der neuen Welt einen Ort geschaffen, an welchem die Magie und Magier geschützt und getrennt von der alten Welt existieren können.
Nachdem Teese die Erinnerung zurück in die Aura-Kugel gegeben hat, begleitet sie Dekan Ezzo zurück zum Dekanat. Auf dem Weg überqueren sie den Friedhof der ehemaligen Dekane und treffen auf die Elster, welche Teese erneut zu folgen scheint. Auf ihre Frage hin erklärt Ezzo ihr, dass es sich bei ihr um ein Seelentier handelt, eine Verkörperung der Magie eines Magiers, welche aus den Aura-Kugeln entsteht. Allerdings bleibt die Frage unbeantwortet, wessen Seelentier die Elster ist, da Magier aus Schastel Awrosch, einer Stadt der Nichtmagier mit einem Magier-Stadtteil (Colligat genannt), eintreffen.
Eine von ihnen, Magister Nivien, die Gattin des Colligats-Vorstehers, Magister Gaban, unterrichtet den Dekan davon, dass Schastel Awrosch von Truppen des Grafen von Argentanien angegriffen wurde, welchem sich auch die Formori angeschlossen haben. Teese erfährt, dass der Graf von Argentanien der Schwager Dekan Ezzos ist, und dass die Magier in Schastel Awrosch Unterstützung anfordern.
Während der Magisterrat zusammen kommt, nimmt Dekan Ezzo Teese kurz zur Seite und bittet sie um Verständnis, dass es noch nicht gelungen ist, denjenigen zu überführen, der Seth im Schwimmbecken ertrinken lassen wollte. Er erklärt Teese aber, dass es einer der Kandidaten sein muss und fragt sie überraschend, ob sie in den Vorfall in der Schwitzhütte verwickelt war – was Teese ehrlich verneinen kann.
Auf ihrem Weg zur Tür, wird Teese noch von Marisan abgefangen, welche ihr mehr von Schastel Awrosch erzählt und sich Sorgen um Nysrael macht, welchen sie sehr zu mögen scheint. Teese verlässt das Dekanat und findet zu Hause Liina, Fenn und Rinnir beim Spielen mit Tarock-Karten vor. Als sie von ihrer Stunde bei Ezzo berichtet, offenbart Fenn, dass er bereits einmal Erinnerungsschiffe gesehen hat und zwar bei ihnen im Keller. Die Kinder sehen sich die Kugeln an und Teese liest probeweise die erstbeste aus.
Sie sieht die Erinnerungen eines Dekans, der anscheinend mit Magister Nabi befreundet ist. Weltenei führt in dieser Erinnerung vor Schastel Awrosch Krieg gegen eine nicht genauer benannte Gegenpartei, welcher auch Riesen angehörten. Der Dekan, dessen Erinnerungen Teese durchlebt, versucht durch die Tötung der Riesen seinen eigenen Magiespeicher auf übermenschliche Art zu erweitern. Dazu macht er sich die Tatsache zu Nutze, dass Magie beim Tod eines magischen Wesens freigesetzt wird und als Magieschlag in den nächsten leere Magiespeicher (in diesem Fall ihn) eindringt und ihn zu vergrößern vermag. Als die Erinnerung beendet ist, ist Teese entsetzt über sein Vorgehen und seine deutlich abwertende Einstellung Nichtmagiern und magischen Kreaturen gegenüber sowie über seine skrupellose Art.

8. Kapitel: Sympathiemagier

Auf dem Weg zum Unterricht in Waffenführung erzählt Sum, dass die Elster, welche Teese schon öfter aufgefallen ist, nicht nur ihr sondern auch Sum folgt. Allerdings kann sich Teese darauf keinen Reim machen. Bei Magister Pim angekommen erfährt sie, dass dieser wie viele andere Magier auch nach Schastel Awrosch aufbrechen wird und sein Unterricht für einige Zeit ausfallen. Teese erhält allerdings von ihm Übungsstunden bei Ro aufgebrummt, was ihr gar nicht behagt.
Am Ende des Unterrichts zeigt Magister Pim den Schülern, wie man mit Magie mit einer Waffe kämpfen kann. Dabei offenbart sich, dass Sums Talent die Element-Magie ist, genau jene Magie, welche der Dekan Teese gegenüber bereits als Ursache für die Wellen im Schwimmbecken erwähnt hatte. Bevor Teese Sum zur Rede stellen kann, ist diese allerdings verschwunden. Dafür spricht Teese mit Seth über ihren Verdacht. Es zeigt sich, dass Seth ihn teilt, da alle Verdächtigen durch die Elster überwacht werden und somit auch Sum und Teese. Dekan Ezzo ist wohl der Meinung, dass auch die verschlossene Schwitzhütte eigentlich Seth zum Ziel hatte und befürchtet einen dritten Anschlag.
Bedrückt folgt Teese Seth zu Fenn und Icus, welcher im Kräutergarten Blumen pflanzt und mit Magie wachsen lässt. Teese versucht dies als Alleskönner-Magierin ebenfalls. Doch gelingt es ihr nicht, bis Ro zu ihnen stößt und ihr Hilfestellung gibt. Mit ihm begibt sich Teese zu einem Absatz über dem Schwimmbecken. Ro lässt Teese Sympathiemagie versuchen, indem sie eine Wasserschale kippen und so das Wasser im Schwimmbecken bewegen soll. Das gelingt auch. Allerdings lässt Teese beim zweiten Versuch gleich das ganze Meer zurückweichen, so dass Ro ihr offenbaren kann, dass sie keine Alleskönner-Magierin ist, sondern Sympathiemagierin.
Er beweist ihr zudem, dass sie ihr Talent bereits gefunden hatte, bevor sie ihr Gedächtnis durch den Blick in die verbotenen Truhe wiedererhalten hatte. Teese muss erkennen, dass sie selbst Timar, Faraas und Yophus in der Schwitzhütte eingeschlossen hat, wenn auch unbeabsichtigt. Als sie ihren Bademantel verknotete, verschloss sie mit ihrer Magie die Tür.
Durch einen Blick in ihre Aura-Kugel kann sie Ro davon überzeugen, dass es sich dabei aber um einen Unfall gehandelt hat. Als beide dem Dekan davon berichten wollen, erfahren sie von Marisan, dass dieser bereits nach Schastel Awrosch aufgebrochen ist. Er hat Teese aber eine Kiste mit Erinnerungsschiffen zusammengestellt, welche sie bearbeiten soll.
Auf dem Weg nach Hause erfährt Teese von Ro, dass er Sums Aura-Kugel ebenfalls überprüft hat und diese leer war. Somit könne sie nicht für die Wellen im Schwimmbecken verantwortlich sein. Außerdem erfährt Teese, dass Ros Name einst ebenfalls in der Quelle der Welten erschienen ist. Widerwillig erklärt er ihr, dass er einen Fehler gemacht hat und daher nun die Kandidatenschärpe tragen muss und ein ‚verkrüppeltes‘ Seelentier, die Elster, besitzt.

9. Kapitel: Freunde und Feinde

Nach dem Mittagessen, um das sich Liina kümmert, während Magister Nabis in Schastel Awrosch ist, gehen Liina und Teese auf ihr Zimmer. Teese sieht sich ein weiteres Erinnerungsschiff an. Dabei handelt es sich um Erinnerungen von Dekanin Winna an die Bestrafung des namenlosen Dekans, über welchen die Damnatio Memoriae verhängt wurde. Sein Seelentier wird von den Magistern vernichtet. Es ist Aufgabe der Dekanin, seine Aura-Kugel zu zerstören und ihn damit letzten Endes zu töten. Allerdings bringt dies Dekanin Winna nicht übers Herz. Vielmehr fertigt sie ihm mit einem Teil seiner Magie und ihrer eigenen eine neue modifizierte Kugel. Er bleibt somit am Leben, wird aber nie in der Lage sein, ein Seelentier zu erstellen.
Teese berichtet Liina von dieser Erinnerung und während Teese noch immer entsetzt über diesen Dekan ist (ebenso aber über die grausame Art der Bestrafung) zeigt sich Liina durchaus auch etwas fasziniert von dem anscheinend so übermäßig talentierten, wenn auch skrupellosen, Magier. Teese überlegt, was wohl aus ihm geworden sein mag und entscheidet, dass er wohl die normale Spanne eines menschlichen Lebens gelebt hat und dann gestorben ist.
Die Mädchen unterbrechen ihre Überlegungen als Teese zum Unterricht mit Ro muss. In der Trainingshalle trifft sie auf Sum, die ihr schließlich gesteht, dass es tatsächlich ihre Magie war, welche die Wellen im Schwimmbecken erzeugt hat. Allerdings handelte es sich von ihrer Seite um einen Unfall. Nachdem sie das erste Mal Magie gewirkt hatte, hatte sie diese ausversehen in Yophus‘ Aura-Kugel gegeben und nicht in ihre. Timar schlug vor, die Magie im Schwimmbecken zu entleeren. Dass sich Seth darin aufhielt, hatte Sum nicht gewusst. Im Gegenzug gesteht Teese, dass sie für den Vorfall in der Schwitzhütte verantwortlich war und es sich dabei ebenfalls um einen Unfall handelte.
Dann beginnt das Training bei Ro, der ihre Fähigkeiten als absolut ungenügend bewertet. Ro erzählt ihr auch mehr über den namenlosen Dekan, welcher ebenfalls mit zwei Schwertern gekämpft hat und desse Überheblichkeit Ro verachtet. Außerdem erzählt er ihr, dass sich Magister Nabi nach der Vollstreckung des Urteils um den ehemaligen Dekan gekümmert hat, wofür Ro sie scharf verurteilt und sie als ‚Idiotin‘ bezeichnet.
Wieder zu Hause findet Teese Liina im Keller vor. Die kleine Chinesin versucht, die Buchstaben auf dem Namensschild an der Truhe wieder lesbar zu machen, konnte aber nur die letzten drei Buchstaben (ath) wieder sichtbar machen. Sie vertagt den Versuch auf später. Seth erscheint und bittet Teese, ihm zu helfen, ein Bett vom Pförtnerhaus zu holen, da Magsiter Nabi mit einem Mädchen aus Schastel Awrosch auf dem Rückweg ist, welches wohl bei ihnen wohnen soll. Als die Magister eintrifft, entpuppt sich das Mädchen als verletztes Formori-Kind. Teese und Liina ziehen sich in ihr Zimmer zurück, wo Teese beim Einschlafen erschrocken feststellen musst, dass das Erinnerungsschiff, das sie noch am nachmittag angesehen hat, verschwunden ist.

10. Kapitel: Ein Irrtum mit Folgen

Am nächsten Morgen bringt Teese dem Formori-Mädchen das Frühstück ans Bett. Da Formori ausschließlich über Gedankenrede kommunizieren und Teese diese noch nicht beherrscht, ist direkter Körperkontakt für eine Unterhaltung nötig. Nachdem das Mädchen sie am Arm ergriffen hat, erfährt Teese, dass ihr Name Weißfleckfederkielflaumschnabel (was Teese zu Flaumschnabel abkürzt) ist und sie als Tochter des Stammeskönig der Formori als Garantiegeisel auf Weltenei bleiben muss. Die Magier haben die Schlacht um Schastel Awrosch also gewonnen.
Beim Frühstück führt Teese dann mit Magister Nabi ein Gespräch über die Gewichtung von umfangreichem Wissen, starker Magie und ihrem Einsatz für andere oder eigene Zwecke. Dabei sprechen sie über den namenlosen Dekan und Ro sowie den alles entscheidenden Fehler. Allerdings ist sich Teese an manchen Stellen nicht sicher, ob sie die Magister richtig verstanden hat und sie überhaupt von derselben Sache sprechen. Sie glaubt aber ihren Worten entnehmen zu können, dass der namenlose Dekan noch immer am Leben ist.
Nach dem Frühstück hilft Seth Teese das verlorene Erinnerungsschiff zu suchen. Mit einem tiermagischen Findezauber können die beiden feststellen, dass Yophus die Kugel wohl gestohlen und sie erst zu Faraas und dann zu Timar gebracht hat. Sie begleiten Liina ins Dekanat, welche ihre Aura-Kugel vollständig gefüllt hat und sich von Dekan Ezzo die versprochene Belohnung abholt: sie erhält die Erlaubnis das Buch Rimalds Kompendium der alten Schriftzauber aus dem (verbotenen) 7. Stock der Bibliothek einzusehen. Außerdem berichtet Teese dem Dekan, dass sich das aus ihrem Zimmer gestohlene Erinnerungsschiff im Haus befindet.
Der Dekan führt die Kinder in den oberen Stock und verändert mit Objektmagie die Wand zu Timars Zimmer derart, dass man sehen und hören kann, was im Inneren vorgeht. Faraas will Timar überzeugen, das Erinnerungsschiff auszulesen, welches er und Yophus für Teeses Aura-Kugel halten und mit welcher sie beweisen wollen, dass Teese für den Vorfall in der Schwitzhütte verantwortlich ist. Timar weigert sich erst, nimmt dann allerdings doch das Erinnerungsschiff und ist tatsächlich in der Lage, dieses auszulesen, was eigentlich nur ein von der Quelle berufener (Dekan) können dürfte.
Nanu, welche Teese mitgenommen hat, springt daraufhin durch die magisch veränderte Wand und fällt Timar an. Als Yophus ihm helfen will, wird sie von einem Magieschlag des Drachen getroffen. Teese gelingt es, Nanu von Timar wegzuziehen. Niemand wurde ernsthaft verletzt, nur die Erinnerung aus der Kugel hat sich in goldfarbene Magie verflüchtigt und wurde somit zerstört. Dekan Ezzo befielt Ro, die Kugel neu zu befüllen, auch wenn Teese rätselhaft bleibt, wie dies ablaufen soll. Der gesamte Vorfall wird Folgen nach sich ziehen, vor allem für Faraas, welcher während der Beobachtung durch Ezzo und die Kinder leichtsinniger Weise davon gesprochen hat, dass er dabei zugesehen hat, wie Seth um ein Haar ertrunken wäre.

11. Kapitel: Der letzte Tag der Kandidaten

Teese, die auf den letzten Drücker noch für die schriftliche Abschlusprüfung lernt, wird von Flaumschnabel zu einem Spaziergang an der frischen Luft ‚überredet‘. Auf dem Weg den Inselberg hinauf erfährt Teese mehr über die Formori, welche verstreut in der neuen Welt leben, nachdem der namenlose Dekan ihre Stadt zerstört hat, von welcher heute nur noch Ruinen zeugen.
Teese und Flaumschnabel schlagen den Weg zur Kapelle der Erinnerungsschiffe ein, um Sum und Yophus (welche nach dem Vorfall im Dekanat mit Teeses Drachen verbunden ist) nicht über den Weg zu laufen. Auf dem Friedhof der Dekane entdecken sie eine leere Grabplatte, welche dem namenlosen Dekan gehört hat. Flaumschnabel verrät Teese, dass die Formori sich erzählen, die Magier hätten ihn zu einem ewigen Leben verdammt. Weitere Grabplatten verraten Teese, dass seine Nachfolgerin, Dekanin Winna, Ezzos Vorgängerin war und dieser erst 1969 Dekan geworden und somit noch nicht einmal 20 Jahre im Amt ist.
Als es Zeit wird, sich zur Taberna zu begeben, um die Prüfung abzulegen, verlässt Teese den Friedhof. In der Taberna sind die Schüler einzeln gesetzt und haben 12 Fragen schriftlich zu beantworten. Teese schreibt zwar viel, allerdigs recht durcheinander. Ihr kommt am Ende aber die Idee, ihre Antworten durch Sympathiezauber neu zu sortieren, was auch funktioniert.
Teese wird nun Magister Elgin als zukünftiger Tutor zugewiesen, welcher sie in die Aufgaben eines Magiers einweiht. Die von einem Magier im Lauf seines Lebens gewirkte Magie wird bei seinem Tod freigesetzt und kann dazu genutzt werden, in der alten Welt positive Veränderungen vorzunehmen. Sie verwandelt sich dort in Inspiration und Ideen oder Erfindungen. Magister Elgin verrät Teese zudem, dass Dekan Ezzo eigentlich Ro als ihren Tutor vorgeschlagen hatte, was der Rat allerdings abgelehnt hat, weil man befürchtete, Ro könne auf Teese einen ’schlechten Einfluss‘ haben. Auch hatte sich der Dekan mit dem Gedanken getragen, Teese selbst zu unterrichten.
Mit Magister Elgin begibt sich Teese zur Quelle der Welten, wo sie ihm ihre vollständig gefüllte Aura-Kugel übergibt, welche Elgin zum Vorplatz der Taberna bringt, wo aus ihr Teeses Seelentier entstehen wird. Teese selbst begibt sich in die Quelle der Welten, die sich als seidenweiches Goldlicht erweist, in welchem Teese ein schwarz-weißes Kaninchen als Seelentier formt, das den Namen ‚Fleck‘ trägt.
Als sie die Quelle verlässt, ist sie in der Lage rudimentär über die Gedankenrede zu kommunizieren. Ihr Seelentier wartet auf dem Vorplatz vor der Taberna, wo ganz Weltenei unterwegs ist, um die Erschaffung der neuen Seelentiere zu verfolgen. Seth und sein Einhorn und Fenn mit seinem Drachen sind ebenfalls bereits dort. Gemeinsam verfolgen die Kinder, wie Liinas Drache entsteht.

12. Kapitel: Die Wahrheit

Am letzten Tag vor der Abreise in die Weihnachtsferien tritt der Magisterrat in seiner Funktion als Gericht auf Weltenei zusammen. Der Rat beleuchtet die Rolle der Studenten Teese, Sum, Yophus, Faraas und Timar bei Seths ‚Unfall‘ im Schwimmbecken, den Vorfall in der Schwitzhütte und die Ereignisse rund um den Diebstahl des Erinnerungsschiffes.
Dass Teese Timar, Faraas und Yophus in der Schwitzhütte eingeschlossen hat, wird als Unfall gewertet, an welchem sie keine Schuld trift. Sum wird alleine vorgeworfen, dass sie verheimlicht hat, dass sie ihr Talent gefunden und ihre Magie in die falsche Aura-Kugel (nämlich die von Yophus) gegeben hat. Dem Rat scheint es sicher zu sein, dass sie zwar die Verursacherin der Wellen im Becken ist, wegen welcher Seth beinahe ertrunken wäre, allerdings wird ihr zugesprochen, von dem Vorfall nichts mitbekommen zu haben und ihn nicht geplant zu haben. Sum wird vom Rat zu je einem Tagessatz Hilfsarbeit für jeden Magister verpflichtet.
Yophus wird zu einer Ausgleichsleistung Teese gegenüber verpflichtet, weil sie versucht hatte ihre Aura-Kugel zu stehlen und eine Beschädigung der Kugel Auswirkungen auf Teeses Gesundheit zur Folge gehabt hätte. Elgin erklärt Teese, dass eine Ausgleichsleistung darin besteht, dass Yophus Teese gegenüber etwas tun muss, was ihre Schuld ihr gegenüber aufwiegt. Vorher wird sie nicht zu ihrer Magisterprüfung zugelassen werden.
Die Urteile gegen Faraas und Timar gestalten sich als etwas komplizierter. Erst als Dekan Ezzo für Faraas die Auslöschung seines Seelentieres als Strafe vorgibt, bricht Timar sein Schweigen und erzählt von einem prophetischen Traum, den er durch sein Talent gehabt hätte. In jenem habe er gesehen, dass Seth Faraas töten wird und Teese als Dekanin die Ursache für einen Krieg sein wird. Da Teese für Timar nicht direkt angreifbar war, konzentrierte er sich zuerst auf Seth. Er gab Sum und Yophus den Rat, die Aura-Kugel im Schwimmbecken zu entleeren, sorgte dafür dass sie zum richtigen Zeitpunkt dort waren und nur Faraas Seth im Becken sehen konnte. Außerdem gesteht Timar, dass er glaubt, dass mit Seths Tod und in dem Fall, dass Teese nicht Dekanin werden würde, viele Magierleben gerettet werden könnten – nicht nur das von Faraas.
Daraufhin beschließt der Rat folgende Urteile: Faraas wird aus Weltenei in die alte Welt verbannt und darf niemals zurückkehren. Timar, der bisher keinen Tutor hatte und von seinem Vater unterrichtet wurde, wird in die Obhut von Magister Gaban gegeben und muss sich mit ihm nach Schastel Awrosch begeben. Es ist ihm untersagt, Magie ohne Anweisungen des Magisters zu wirken und nach Weltenei zurück zu kehren. Außerdem wird er nicht zur nächsten Prüfung zugelassen. Das Urteil bleibt bestehen, so lange Ezzo Dekan von Weltenei ist und erst seine Nachfolgerin wird den Fall wieder aufrollen dürfen.
Damit endet die Gerichtsverhandlung und Teese begibt sich mit Seth wieder nach Hause. Dort nimmt Liina sie gleich in Beschlag, welche die letzte gute Gelegenheit nutzen will um heimlich und unbemerkt im Keller den Schriftzug auf der Truhe des namenlosen Dekan wieder sichtbar zu machen. Mit Teeses Hilfe gelingt ihr dies auch und vor den bereits beim letzten Mal sichtbar gemachten Buchstaben ‚ath‘ setzen sich ein ‚o‘ und ein ‚R‘. Der namenlose Dekan hieß Roath und beide Mädchen müssen mit Schrecken feststellen, dass es sich bei ihm um Ro handeln muss.
Obwohl Teese ziemlich sicher ist, bekommt sie gleich noch die Gelegenheit, sich dies bestätigen zu lassen, denn Ro erscheint im Haus und möchte mit Teese zur Kapelle gehen, um mit ihrer Hilfe das Erinnerungsschiff zurück zu bringen, das Yophus gestohlen und dessen Erinnerung Timar unbeabsichtigt zerstört hatte. Teese erkennt, dass Ro seine eigene Erinnerung an den Vorfall in die Kugel gegeben haben muss. Auf dem Weg zur Kapelle wird ihr zudem klar, was es mit Ros Seelentier auf sich hat. Offenkundig hat Magister Nabi es erschaffen und sowohl die Form der Elster als auch deren Farbe bestimmt. Die Elster, weil sie Ro daran erinnern wollte, dass er Magie für sich gestohlen hat und die schwarz-weiße Färbung als Verweis auf das Gute und das Böse, das sie gleichermaßen in Ro sieht. Mit Teeses Vermutung konfrontiert ergreift Ro für sie unerwartet die Flucht und lässt Teese alleine in der Kapelle zurück.

13. Kapitel: Zurück in die alte Welt

Teese erwacht am Morgen früh nach einem Albtraum. Fleck, ihr Seelentier, offenbart ihr, dass sie mit Magie geträumt habe, der Traum also möglicher Weise eine prophetische Vision gewesen ist. Allerdings kann sich Teese keinen Reim auf das machen, was sie geträumt hat. In ihrem Traum hatte Timar mit Rinnirs Hilfe versucht, hinter ihrem Haus in der alten Welt einen Turm zu bauen, was Teese missfallen hatte. Teese verwandelte sich daraufhin in einen Engel und zerstörte den Turm. Danach wurde aus Timar Ro. Rinnir hatte sich in dem Traum in zwei Personen geteilt, von welchen eine Teese helfen die andere Timar unterstützen wollte.
Um den Traum aus dem Kopf zu bekommen, unternimmt Teese einen letzten Spaziergang über Weltenei. Im Badehaus trifft sie auf Magister Nivien und Magister Jerv, welche sich über Schastel Awrosch unterhalten und ihre unterschiedliche Meinung über die nichtmagischen Menschen austauschen. In der Schwitzhütte hat Teese eine Unterhaltung mit Selm. Sie verspricht der Ausbilderin der Alleskönner-Magier auch im nächsten Jahr ihren Unterricht zu besuchen, auch wenn sie dies nun eigentlich nicht mehr müsste. Außerdem lernt Teese Selms Freundin Algea kennen, welche anscheinend ein Auge auf Magister Elgin geworfen hat.
Es ist noch immer früh am Morgen als Teese das Badehaus verlässt und an den Stallungen vorbei geht, wo Magister Tyra die Flügelpferde für den Flug nach Schastel Awrosch bereit macht. Beim Passieren der Übungshalle entdeckt Teese Dekan Ezzo, der hier gegen ein Double von sich selbst Schwertübungen durchführt. Er lässt sich von Teese ihre Fortschritte im Schwertkampf zeigen, die ihn äußerst ernüchtern. Er gibt ihr als Hausaufgabe auf, sich zu überlegen, wie sie als Sympathiemagierin ein Double von sich erschaffen kann, um es als Sparingpartner zu nutzen.
Teese begleitet Dekan Ezzo ins Dekanat, wo sie sich in der Küche mit Marisan unterhält. Das Mädchen scheint von der Verbannung ihres Bruders tief getroffen zu sein. Teese verspricht ihr, Timar nie willentlich etwas zu tun und nie gegen den Rat Dekan Ezzos zu handeln. Die beiden Mädchen schwören sich ihre Freundschaft und Marisan erzählt Teese von einem Brief, den sie von Nysrael erhalten hat. Dem Sohn des Grafen von Awrosch geht es nach der Schlacht um Schastel Awrosch glücklicher Weise gut, auch wenn er während der Schlacht von einem Formori verletzt wurde. Offensichtlich empfinden Nysrael und Marisan mehr als nur Sympathie füreinander, auch wenn Nysraels Vater, der inzwischen weiß, dass das Mädchen vom Jahrmarkt die Tochter des Dekans ist, seinem Sohn jeden Kontakt mit ihr verboten hat.
Rechtzeitig zum Frühstück kehrt Teese zu Magsiter Nabis Haus zurück, frühstückt und verabschiedet sich von Seth, welcher in den Ferien nicht in die alte Welt zurückkehren wird. Die restlichen Kinder werden von Magister Nabi zur Mole gebracht. Bevor sie in die Boote steigen erfährt Teese von der Magister, dass ihr Drache Nanu nach den Ferien mit seinen ersten Flugübungen beginnen wird. Dann fahren Teese und Liina mit demselben Ruderer, der sie auch nach Weltenei gebracht hat, zurück an das Ufer in der alten Welt.
Dort angekommen warten bereits Teeses Eltern und ihre Schwester auf sie. Teese wird wieder zu Sophie und erlebt noch einmal den Zauber der neuen Welt, indem sie Liinas und Fenns wahre Namen aussprechen kann ohne sie eigentlich zu wissen. Für ihre Eltern sprechen sie untereinander Englisch. Teeses Eltern zeigen sich davon ebenso angetan wie von dem Zwischenzeugnis, das man ihnen bereits zugeschickt hat. Auch hier werden aus magischen Fächern ganz unmagische. Aus Waffenführung wird Sport und aus den Schriftkursen bei Magister Felyth wird Kalligraphie.
Teese wird bewusst, wie weit die beiden Welten auseinanderklaffen und dass sie sich irgendwann für eine von ihnen entscheiden muss. Aber erst einmal fährt sie mit ihren Eltern zum Skifahren. Denn nun haben die Schüler von Weltenei ihre Ferien in der alten Welt.

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